Gleiseindeckungen und Gleisüberwege

Gleiseindeckungen und Gleisüberwege
Gleiseindeckplatten sind flächige, schlaff bewehrte Stahlbetonelemente mit einem umlaufenden Stahlrahmen, die im Bereich verschiedenster Gleiskonstruktionen verlegt werden und eine niveaugleiche Überfahrt des Straßenverkehrs ermöglichen. Insbesonders bei großflächigen Eindeckungen im innerstädtischen Bereich sowie beim Eindecken von Weichen hat sich die hohe Flexibilität von Gleiseindeckplatten als sehr wirtschaftlich erwiesen.
 
Gleiseindeckplatten werden schwellenunabhängig eingebaut. Dadurch wird ein Eingriff in den Gleisoberbau und das Einhalten des genauen Schwellenrasters unnötig. Auch die Art der Schienenbefestigung spielt nur eine untergeordnete Rolle. Je nach Beanspruchung erfolgt der Einbau auf einer Bettung aus ungebundenem Splitt oder Asphalt. In der Regel können Plattenbreiten zwischen 200 und 1.400 mm und Plattenlängen bis zu 2.600 mm variabel hergestellt werden. Zur Lagesicherung werden die Platten untereinander in Längsrichtung verdübelt. Zur Sicherung der erforderlichen Spurrille werden Querverschiebesicherungen eingesetzt. Um ein Auflaufen der Radkränze zu verhindern, wird die Außenfuge zu den Randplatten mit Hilfe angeschweißter Abstandhalter gewährleistet.
 
Je nach Anwendungsfall und Belastung werden Gleiseindeckplatten nach Typ GP und Typ GÜP unterschieden:
 
Gleiseindeckplatten vom Typ GP finden in unterschiedlichsten Abmessungen und Oberflächenvarianten ihre Anwendung insbesondere im innerstädtischen Bereich zur Eindeckung von Stadt- und Straßenbahngleisen.
 
Gleisüberwegplatten vom Typ GÜP werden vorrangig in Bahnübergängen der DB AG und sonstigen Eisenbahnen eingebaut. Ihre Bemessung ist insbesondere auf hohe dynamische Beanspruchungen ausgelegt. Sie sind in ihren äußeren Maßen typisiert und vom Eisenbahnbundesamt (EBA) Bonn typzugelassen.